Frauenärztin deckt auf, warum in der Menopause das Bauchfett hartnäckiger ist und wie sie tausenden Frauen dabei geholfen hat, es endlich loszuwerden
Andrea ist seit 22 Jahren Frauenärztin. Hier erklärt sie, was in dieser Phase tatsächlich im Körper passiert und was sie ihren Patientinnen rät, um den im Volksmund so genannten „Menobauch" endlich loszuwerden.
Mein Name ist Andrea, ich bin Frauenärztin, seit 22 Jahren in einer Gemeinschaftspraxis. Der größte Teil meiner Sprechstunde sind Frauen zwischen 45 und 55. Ich behandle also keine Sonderfälle, sondern beobachte bereits seit Jahren, mit welchen Problemen Frauen in den Wechseljahren zu kämpfen haben. Nach Jahren verschiedenster Ratschläge habe ich nun wirklich verstanden, warum Frauen in den Wechseljahren so plötzlich zunehmen, und zeige seitdem meinen Patientinnen (und jetzt Ihnen), welcher Ansatz wirklich hilft.
Den Satz könnte ich inzwischen mitsprechen
In fast jedem meiner Gespräche mit Patientinnen im Alter zwischen 45 und 55 fällt irgendwann derselbe Satz.
„Ich esse wie immer, und trotzdem verändert sich alles."
Danach kommt fast immer eine Entschuldigung. Dass sie vielleicht doch nachlässiger geworden sei. Dass sie sich zu wenig bewege. Dass sie es eigentlich besser wisse.
Ich habe darauf jahrelang geantwortet, was man antwortet: ein bisschen weniger essen, ein bisschen mehr bewegen. Das ist im Grunde auch nicht falsch. Geholfen hat es aber fast keiner.
Dass es nicht geholfen hat, lag nicht an den Frauen. Es lag daran, dass mein Rat am falschen Ende ansetzte. Das habe ich erst verstanden, als ich angefangen habe, mich tiefer mit dem Problem zu beschäftigen. Was ich herausgefunden habe, erklärt, warum einfaches Kalorienzählen und ständige Fastenkuren in dieser Lebensphase nicht mehr zu funktionieren scheinen und wie man trotzdem einen Ausweg findet.
Diätformen gibt es wie Sand am Meer, aber was hilft wirklich?
In 22 Jahren habe ich viele Mittel für diese Lebensphase kommen und gehen sehen. Rotklee, Soja-Isoflavone, Yamswurzel, und jedes Jahr irgendein neues Stoffwechselpräparat. Bei den meisten davon stand auf der Packung mehr, als drin war. Wenn Sie skeptisch geworden sind, ist das eine Erfahrung, die wertvoll ist. Sie schützt Sie davor, sich von falschen Werbeversprechen täuschen zu lassen.
Ich sehe trotzdem regelmäßig Frauen, bei denen sich etwas bewegt. Nicht über Nacht, meistens über zwei, drei Monate. Es ist also nicht so, dass nichts wirkt. Es ist aber auffällig, dass sehr viele Methoden und Präparate an genau der Stelle ansetzen, die in den Wechseljahren nicht mehr funktioniert.
Es geht meinen Patientinnen nicht um die Zahl auf der Waage
Was mir die Frauen beschreiben, ist meistens nicht das Gewicht. Oft ist es auch die Stelle, an die das überschüssige Fett gewandert ist. Früher saß das Fett an Hüfte und Oberschenkeln, jetzt sitzt es vorne am Bauch. Meist mittig, und es wird oft als hart beschrieben. Ich kann mich noch an eine Patientin erinnern, die es so beschrieben hat:
„Eine Hose nach der anderen passt einfach nicht mehr. Wenn ich den Knopf zu bekomme, spannt er und drückt sich in meinen Bauch."
Ich messe deshalb inzwischen bei allen meinen Patientinnen den Bauchumfang. Nicht weil die Zahl so wichtig wäre, sondern weil sie zeigt, dass es nicht in der Einbildung passiert. Meistens sind es vier bis acht Zentimeter in zwei Jahren.
Was viele Frauen von selbst nicht erzählen, ergibt sich später im Gespräch. Ständig muss der Kleiderschrank aussortiert werden, weil viele Sachen schlicht nicht mehr passen. Der Besuch von Schwimmbädern oder Seen wird gemieden, aus Angst, den eigenen Körper zu zeigen. Und dann noch die enorme Einschränkung im Alltag durch verschiedenste Diät-Programme.
Die klare Gemeinsamkeit, die zu erkennen ist: Vielen geht es nicht darum, wieder wie mit 20 auszusehen. Es geht darum, nicht ständig kämpfen zu müssen. Gegen die Hose, die nicht passt. Die eigenen Gedanken. Den eigenen Körper. Genau das ist der Grund, warum viele Frauen bei mir nach Hilfe suchen.
Meistens läuft das schon seit anderthalb oder zwei Jahren. Und in diesen zwei Jahren haben sie nicht nichts getan. Im Gegenteil. Viele sind mitten in Diäten, besuchen regelmäßig Fitnessstudios oder testen vermeintliche Wunderheilungen, die sie im Internet gefunden haben. Leider hilft oft wenig davon, und der Grund dafür liegt viel tiefer, als die meisten denken.
Warum die Leber über Fetteinlagerungen bestimmt und wie man sie für sich nutzen kann
Fett kommt aus der Leber nicht einfach heraus. Es muss in eine Art Transporthülle verpackt werden. Und ein zentraler Baustein dieser Hülle ist Cholin. Wenn zu wenig Cholin da ist, wird weniger verpackt. Was nicht verpackt wird, bleibt liegen.
Was viele nicht wissen, mittlerweile aber umfänglich erforscht ist: Der Fetttransport-Nährstoff Cholin wird nicht nur über die Ernährung aufgenommen (z. B. Fleisch, Fisch und Eier). Die Leber stellt einen Teil auch selbst her, mit einem Enzym, das PEMT heißt. Aber was hat das jetzt mit den Wechseljahren zu tun?
Genau dieses Enzym wird von dem weiblichen Östrogen angeschaltet. Im PEMT-Gen sitzt eine Bindungsstelle für Östrogen. Viel Östrogen, viel Enzym, hohe Cholinproduktion, hohe Fettabbaurate.1
Am deutlichsten sieht man das in einer Teststudie. Hier wurde Cholin in der Ernährung stark reduziert. Das Ergebnis? Frauen in und nach den Wechseljahren entwickelten daraufhin eine Fettleber und Leberzellschäden. Frauen vor den Wechseljahren größtenteils nicht. Der Unterschied lag nicht am Alter, sondern am Östrogen, das bei ihnen das Enzym noch anschaltete.2, 3
Sinkt das Östrogen, fällt dieser Schalter weg. Die Eigenproduktion geht zurück, und der Anteil, der über das Essen kommen muss, steigt. Ihr Bedarf ist heute höher als noch vor 10 Jahren, bei genau derselben Ernährung.
Fett verschiebt sich, und die Leber kommt weiter unter Druck
Das reicht aber noch nicht. Im selben Zeitfenster passiert noch etwas. Der Körper verbrennt weniger Fett direkt. Eine Studie hat Frauen vier Jahre lang durch diesen Übergang begleitet und das gemessen. Bei denen, die in dieser Zeit in die Menopause kamen, sank die Fettverbrennung um 32 Prozent. Bei denen, die noch nicht so weit waren, blieb sie unverändert. Der Energieverbrauch im Schlaf ging ebenfalls zurück. 1,5-fach stärker als in der Vergleichsgruppe.4
Genau dieses Fett landet dann woanders. Eine große Langzeituntersuchung hat die Zunahme des tiefen Bauchfetts über die Lebensphasen verglichen. Vor der Menopause nahm es nicht messbar zu. Im Übergang stieg es um 6,24 Prozent pro Jahr. Danach wurde es wieder deutlich langsamer. Die Autoren sprechen von einer fast fünffachen Beschleunigung, begrenzt auf dieses eine Fenster.5
Zusammen ergibt das eine doppelte Belastung. Die Leber soll mehr Fett verpacken, weil weniger direkt verbrannt wird, und sie hat weniger Cholin dafür, weil der Östrogen-Schalter weg ist. Beides zusammen sorgt dafür, dass sich das Fett im Bauchbereich ansammelt.
Warum die Ernährung hier keine Rolle spielt
In der Studie, die diese Phase vier Jahre begleitet hat, aßen die Frauen in den Jahren vor der Menopause sogar weniger als am Anfang der Untersuchung, und nahmen trotzdem am Bauch zu. Auch ihre Bewegung hatte zwei Jahre vorher schon abgenommen, ohne dass sie das entschieden hätten.
Was sich geändert hat, ist nicht Ihr Verhalten. Es ist die Verfügbarkeit eines Bausteins, den Ihr Körper vorher selbst hergestellt hat.
Woran es tatsächlich hängt



Cholin. Der Baustein für die Transporthülle. Fehlt er, wird weniger Fett aus der Leber abtransportiert, unabhängig davon, wie viel oder wie wenig Sie essen. Genau dieser Baustein ist der, dessen Eigenproduktion mit dem Östrogen wegfällt. Für Cholin gibt es eine offiziell zugelassene Aussage: Es trägt zu einem normalen Fettstoffwechsel bei. Diese Aussage ist an eine Menge geknüpft, nämlich 82,5 Milligramm pro Tagesdosis.
Riboflavin, Vitamin B6, Biotin. Fettsäuren werden von Enzymketten abgebaut, und diese Ketten brauchen Coenzyme. Fehlt eines der genannten, läuft die Fettverbrennung langsamer. Diesen Mangel sollte man also vermeiden.
Jod. Baustoff der Schilddrüsenhormone. Hier wird entschieden, wie hoch der tägliche Grundumsatz ist, also der Energieverbrauch im Ruhezustand. Sinkt er, werden weniger Kalorien verbrannt und lagern sich stattdessen im Körper ein. Eine Unterversorgung würde das zusätzlich verstärken. Da wir in Deutschland in einem jodarmen Gebiet leben, muss unbedingt darauf geachtet werden.
Warum die gängigsten Abnehmversuche in den Wechseljahren oft scheitern
- Weniger essen wirkt auf die Fettmenge. Der Engpass liegt aber bei der Transportkapazität des angesammelten Fetts. Studien zeigen außerdem, dass auch bei verringerter Nahrungsaufnahme der Effekt nicht gestoppt werden kann.
- Mehr Bewegung erhöht die Fettmenge, die verarbeitet werden muss, ohne am Transport etwas zu verbessern. Bei einer um 32 Prozent gesunkenen Fettverbrennung läuft man damit gegen eine Kapazitätsgrenze.
- Rotklee, Soja, Yamswurzel setzen an der Hormonwirkung allgemein an. Sie erreichen das Enzym nicht, über das die Cholinproduktion läuft. Der Baustein fehlt danach genauso.
- Low Carb und Keto verschieben die Nährstoffe. Wenn mehr Fett im Essen ist, muss die Leber sogar mehr davon transportieren. Gleichzeitig können andere wichtige Nährstoffe fehlen.
- Stoffwechsel-Booster arbeiten mit Anregung. Die gesunkene Fettverbrennung ist in dieser Phase aber physiologisch. Ich sage immer: „Der beste Motor hilft nicht, wenn das Auto keine Reifen hat."
Keine dieser Maßnahmen ist an sich falsch. Sie greifen nur alle da an, wo das Problem nicht sitzt.
Sechs Punkte, an denen ich eine mögliche Lösung beurteile
Wenn Patientinnen mir etwas aus der Apotheke mitbringen, schaue ich auf diese sechs Dinge, in dieser Reihenfolge.
1.Ist Cholin überhaupt drin?
Damit fällt schon der größte Teil weg. Die meisten Präparate für diese Lebensphase arbeiten mit Phytoöstrogenen, also Rotklee, Soja, Yams. Cholin steht auf den wenigsten Packungen. Wenn der Mechanismus über den Fetttransport aus der Leber läuft, ist eine Packung ohne Cholin die falsche, unabhängig vom Preis.
2.Sind mindestens 82,5 Milligramm drin?
Das steht in der Nährwerttabelle, meistens bezogen auf die Tagesdosis. Ich rechne das inzwischen jedes Mal nach. Es lohnt sich überraschend oft nicht.
3.Steht eine konkrete Cholinform da?
„Cholin-Komplex" ist keine Angabe. Cholin-L-Bitartrat ist eine. Wenn die Form fehlt, lässt sich die Menge des tatsächlichen Cholins nicht beurteilen, und die Menge ist bei diesem Baustein der ganze Punkt.
4.Sind die Coenzyme mit dabei?
Riboflavin, B6 und Biotin, und zwar zusammen. Eine Enzymkette wird von ihrem schwächsten Glied begrenzt. Wer nur eines der drei ergänzt, verschiebt den Engpass.
5.Arbeitet es ohne Hormonimitation?
Das ist mir als Frauenärztin wichtig. Der Weg, den ich hier beschreibe, setzt an der Folge des Östrogenabfalls an, nicht am Hormonhaushalt. Phytoöstrogene greifen in eine Regelung ein, ein fehlender Baustein wird ergänzt. Für Frauen, die aus guten Gründen nichts hormonell Wirksames wollen, macht das den Unterschied.
6.Ist es für die Dauer gedacht?
Das hier ist keine Kur. Solange die Eigenproduktion reduziert ist, besteht der erhöhte Bedarf, und das sind mehrere Jahre. Ein Vier-Wochen-Programm passt nicht zu einem Mechanismus, der über Bedarfsdeckung läuft.
Was ich immer zuerst empfehle
Der Bedarf lässt sich über die Ernährung decken, und das ist der Weg, den ich meinen Patientinnen immer zuerst empfehle.
Die dichteste Alltagsquelle für Cholin ist mit Abstand Eigelb, ein Ei liefert etwa 150 Milligramm. Mit zwei Eiern am Tag sind Sie in dem Bereich, um den es geht. Noch dichter ist Leber, da reicht einmal pro Woche. Daneben liefern Sojabohnen, Weizenkeime und Fisch relevante Mengen.
Die Coenzyme kommen woanders her. Riboflavin aus Milchprodukten, Vollkorn und Hülsenfrüchten. B6 aus Fleisch, Kartoffeln, Nüssen. Biotin aus Eiern, Nüssen und wieder Innereien. Beim Jod sind es Seefisch zweimal pro Woche und konsequent jodiertes Salz, das man zu Hause nachziehen muss, weil im Restaurant oft kein jodiertes Salz verwendet wird.
Wichtig ist: Diese Lebensmittel müssen täglich in den Alltag integriert werden. Warum? Die Körperprozesse stehen nicht still. Auch sie laufen täglich. Demnach werden auch täglich die fehlenden Nährstoffe benötigt.
Ich will nicht lügen. Ich weiß, dass sich das nach viel Aufwand anhört. Sowohl die Zubereitungszeit als auch die Kosten für Fleisch, Fisch und Nüsse sind nicht zu unterschätzen. Genau das bekomme ich leider auch häufig von meinen Patientinnen gesagt.
Mein Plan B, wenn die Ernährungsmethode scheitert
Viele Frauen sehe ich wenig später wieder und höre, was aus dem neuen Ernährungsvorsatz geworden ist.
Es scheitert nicht am Wollen. Es scheitert an einem Dienstagmorgen, an dem nur fünf Minuten für das Frühstück da sind. An der einen Woche mit der Grippewelle. An der Dienstreise, am Urlaub, an dem Abend, an dem man einfach nur ins Bett will.
Und es scheitert an etwas, das ich lange unterschätzt habe. Viele meiner Patientinnen haben zwanzig Jahre lang gelernt, Eigelb wegen des Cholesterins zu meiden. Ich sage ihnen jetzt, sie sollen täglich zwei Eier essen. Diese Umstellung ist oft ein Kampf gegen die eigene Intuition.
Ich mache das keiner zum Vorwurf. Ein Plan, der jeden einzelnen Tag halten muss, damit er wirkt, ist eine hohe Anforderung an ein Leben mit Job, Familie und Erschöpfung. Und die Erschöpfung gehört in dieser Phase zum Problem, sie ist keine Charakterschwäche.
Was ich empfehle, wenn der Ernährungsweg nicht hält und trotzdem ein Wille zur Veränderung besteht

Wenn eine Patientin mir sagt, dass sie das nicht schafft, und das sagen die meisten, dann ist die Alternative nicht, es komplett zu lassen. Die Alternative ist, das Problem von einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Ich nenne dafür seit einer Weile ein konkretes Präparat, den Stoffwechsel Komplex von der deutschen Marke BitterLiebe. Es ist bestimmt nicht das einzige Präparat, das helfen kann, es erfüllt jedoch die sechs Kriterien, die ich oben genannt habe.
- Cholin ist enthalten, keine Phytoöstrogene (Punkt 1 und 5)
- 82,5 Milligramm pro Tagesdosis, also genau die Menge, ab der die Aussage zum normalen Fettstoffwechsel gilt (Punkt 2)
- deklariert als Cholin-L-Bitartrat (Punkt 3)
- Riboflavin, B6 und Biotin zusammen, jeweils deutlich bedarfsdeckend, dazu Jod zu 100 Prozent des Referenzwerts (Punkt 4)
- drei Kapseln täglich, Monatspackung, angelegt für die Dauer und nicht als Kur (Punkt 6)
Zwei Dinge sage ich dazu immer. Erstens: Das ist nicht besser als der Ernährungsweg. Es ist der Ernährungsweg für Frauen, deren Alltag ihn nicht zulässt. Weil Bedarfsdeckung nur wirkt, wenn sie täglich passiert, ist der durchhaltbare Weg am Ende der wirksamere.
Zweitens: Ich habe das Präparat nicht entwickelt und verdiene nichts daran. Es ist mir gleich, welche Packung Sie kaufen. Mir geht es darum, dass Sie sich endlich wieder wohler fühlen.
Drei Frauen, die ich begleitet habe
Ich bitte alle, weiter vernünftig zu essen und sich zu bewegen. Das gehört dazu, und das haben drei meiner Patientinnen auch gemacht. Sie haben sich dazu bereiterklärt, ihre Geschichte zu teilen.
Christine, 49, Lehrerin. Sie kam mit dem Satz von oben und mit dem Kleiderschrank-Problem. Vorher hatte sie zwei Packungen Rotklee genommen, ohne Veränderung, und das war ihr wichtig zu erzählen, weil sie sich dumm dabei vorkam. Wir haben erst über ihr Frühstück geredet. Drei Wochen später hat sie mir gesagt, dass sie es nicht schafft, und seitdem deckt sie den Bedarf anders. Bauchumfang im Februar 102 Zentimeter, im August 95. Sie hat mir das Foto vom Grillabend im August selbst geschickt, weil ihr aufgefallen war, dass sie sich zum ersten Mal seit zwei Jahren nicht mehr überlegt hat, was sie anzieht.
Bettina, 52, Pflegedienstleitung im Schichtdienst. Bei ihr war die Erschöpfung das Thema, der Bauch kam als Nebensatz. Eine Ernährungsumstellung war bei rotierenden Diensten von Anfang an unrealistisch, das haben wir nach dem ersten Gespräch beide gesehen. Nach fünf Monaten hat sie mir erzählt, dass sie nachmittags jetzt deutlich mehr Energie hat und auch optisch die Veränderung sieht. Von 106 auf 99 Zentimeter, gemessen im Januar und im Juni.
Susanne, 47, zwei Kinder, Vollzeit. Sie war die skeptischste der drei. Zweimal Low Carb, jeweils mit gutem Start und nach drei Monaten demselben Ergebnis. Was bei ihr den Unterschied gemacht hat, war zuerst nicht das Präparat, sondern die Erklärung. Sie hat mir gesagt, sie habe zum ersten Mal verstanden, warum ihr Körper nicht reagiert hat, und das habe mehr verändert als jede Diät davor. Genommen hat sie es danach trotzdem. Von 99 auf 93 Zentimeter in einem halben Jahr.

Fachliche Quellen
- Resseguie M. et al. (2007): Phosphatidylethanolamine N-methyltransferase (PEMT) gene expression is induced by estrogen in human and mouse primary hepatocytes. FASEB J 21(10):2622–32. doi.org/10.1096/fj.07-8227com
- Zeisel S. H. (2007): Gene response elements, genetic polymorphisms and epigenetics influence the human dietary requirement for choline. IUBMB Life 59(6):380–7. doi.org/10.1080/15216540701468954
- da Costa K.-A. et al. (2011): Docosahexaenoic acid in plasma phosphatidylcholine may be a potential marker for in vivo phosphatidylethanolamine N-methyltransferase activity in humans. Am J Clin Nutr 93(5):968–74. doi.org/10.3945/ajcn.110.011064
- Lovejoy J. C. et al. (2008): Increased visceral fat and decreased energy expenditure during the menopausal transition. Int J Obes 32(6):949–58. doi.org/10.1038/ijo.2008.25
- Greendale G. A. et al. (2021): Changes in Regional Fat Distribution and Anthropometric Measures Across the Menopause Transition. J Clin Endocrinol Metab 106(9):2520–34. doi.org/10.1210/clinem/dgab389

Über die Expertin
Andrea ist Frauenärztin und arbeitet seit 22 Jahren in einer Gemeinschaftspraxis. Der Schwerpunkt ihrer Sprechstunde liegt auf der Begleitung von Frauen durch die Perimenopause, von den ersten Zyklusveränderungen bis einige Jahre nach der letzten Blutung. Ihren eigenen Zugang beschreibt sie als über die Jahre deutlich weniger hormonzentriert geworden.
Die Gewichtsabnahme erfolgt im Rahmen einer gesunden, kalorienreduzierten Ernährung und eines Sportprogramms. Das Angebot ist nicht dazu bestimmt, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln, zu heilen oder zu verhindern. Das Angebot stellt keine medizinische Beratung dar. Das Angebot ist kein Ersatz für Medikamente oder andere Behandlungen, die von einem Arzt oder Gesundheitsdienstleister verschrieben werden. Die Nutzer sollten einen Arzt konsultieren, bevor sie eine Behandlung beginnen.
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